Patientengeschichte | Karl-Peter Bitzer

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Zurück ins Leben: Wie Karl-Peter Bitzer in Bad Wurzach neu laufen und essen lernte

Als Karl-Peter Bitzer Anfang 2025 aus dem Zollern-Alb Klinikum in die Rehaklinik Bad Wurzach verlegt wurde, war sein Zustand kritisch. Der 64-jährige Albstädter hatte einen schweren Schlaganfall im Kleinhirn und Hirnstamm erlitten – mit dramatischen Folgen: Er konnte nicht mehr laufen, nicht mehr essen, nicht einmal mehr seinen eigenen Speichel schlucken.

I„Es hat mir einfach der Hals zugemacht – wie zugeschnürt“, erinnert sich Herr Bitzer. „Es ging nichts mehr rein – ich konnte weder essen noch trinken.“ Im Krankenhaus wurde er notversorgt, eine Ernährungssone durch die Bauchdecke sicherte seine Ernährung.

Doch der positive Schwabe wollte sich damit nicht abfinden. „Ich habe mir gesagt: Das kann es nicht gewesen sein. Ich komme wieder auf die Beine.“ Mit genau dieser Entschlossenheit kam er nach Bad Wurzach – und wurde dort zum Symbol für Hoffnung und Genesung.

Spezialisierte Therapie und ein innovativer Eingriff

In der neurologischen Rehaklinik Bad Wurzach wurde Herr Bitzer zunächst gründlich untersucht. Chefarzt Dr. Martin Schorl, Experte für Botulinumtoxin-Therapien, stellte schnell fest: Die Schluckstörung ließ sich möglicherweise gezielt behandeln. Gemeinsam mit den Gastroenterologen der Uniklinik Ulm initiierte Dr. Schorl eine besondere Therapie – die Injektion von Botulinumtoxin in den oberen Schließmuskel der Speiseröhre.

Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten: „Nach drei bis fünf Tagen merkte ich, wie der Hals plötzlich wieder locker wurde“, berichtet Herr Bitzer. „Zusammen mit den Physiotherapeuten lernte ich wieder essen und trinken. Nach drei Wochen war ich wieder in der Lage, ganz normal zu essen.“

Von der Bettlägerigkeit zurück in die Bewegung

Auch mobilitätsbedingt war der Anfang eine große Herausforderung. Bitzer war auf den Rollstuhl angewiesen, sein rechtes Bein fast funktionslos. Doch sein unerschütterlicher Wille und die gezielte physiotherapeutische Arbeit in Bad Wurzach zahlten sich aus. Schritt für Schritt, Übung für Übung, kehrten Kraft und Koordination zurück.

„Am Anfang lag ich nur im Bett“, erzählt er. „Doch hier habe ich gemerkt: Die Ärzte und Therapeuten wollen mir helfen. Das war für mich ein Riesenglück.“

Am Ende seines Rehaaufenthaltes in Bad Wurzach verließ Herr Bitzer die Klinik – zu Fuß, mit neuer Lebensqualität und mit einem stolzen Lächeln im Gesicht.

Ein neuer Alltag – selbstbestimmt und dankbar

„Mein Wunsch war, zu Hause wieder normal vespern zu können und die Straße entlangzulaufen“, sagt Bitzer. „Und beides haben wir hier in Bad Wurzach hinbekommen. Das werde ich nie vergessen.“

Der Fall von Karl-Peter Bitzer steht exemplarisch für die hochqualifizierte neurologische Rehabilitation in Bad Wurzach – und zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn medizinisches Know-how auf menschliche Motivation trifft.